Virtual Infrastructure: von David zu Goliath!

Zugegeben, als in in den frühen 2000er Jahren Virtual Server langsam aufgekommen sind hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Weshalb? Nun, Virtual Private Server, oder kurz VPS, verbreiteten sich zwar schnell, jedoch fehlte es an allen Ecken und Enden. Unausgereifte Hypervisors und Management Systeme machten die Lösungen sehr oft zu einem instabilen System, welches obendrauf nicht mal sauber verwaltet werden konnte. Die weit verbreitete Container Virtualisierung sorgte zwar für eine hohe Dichte an virtuellen Serverinstanzen, die unsaubere Trennung der virtuellen Hardware vom Hostsystem sorgte aber oftmals für Probleme in Sachen Stabilität und Kontrolle.

Während Virtualisierung im Endkunden-Umfeld vor allem durch Anbieter wie VMWare zügig vorangetrieben wurde, musste die Hostingindustrie lange hinten anstehen. Grund dafür waren fehlende Schnittstellen und Management Tools, um den ganzen Life-Cycle eines virtuellen Systems auf einer einzigen, mandantenfähigen, webbasierten Oberfläche abzubilden, und zwar nicht nur für Standardfunktionen wie Shutdown und Startup, sondern auch für die Verwaltung der Firewall, Netzwerkkarten, Backups, etc.

In den letzten Jahren hat sich viel getan. Diverse Cloud Management Tool haben sich auf den Markt gedrängt. Kommerzielle Anbieter Anbieter/Tools wie beispielsweise Onapp und Flexiant oder Opensource Projekte wie Cloudstack und Openstack bieten eine Schnittstelle zwischen Virtualisierungslösung (KVM, ESX, XEN, etc) und treiben die Hosting-Branche in eine neue Richtung. Ob Private, Public oder Hybrid Clouds, ob Linux oder Windows, einzelne Server oder komplette Infrastrukturen, diese Lösungen bieten eine grosse Flexibilität und lassen den Provider die Lösungen nicht nur anbieten, sondern stellen auch die notwendigen Tools für Provider UND Endkunden zur Verfügung um die Lösung so effektiv und automatisiert wie möglich zu betreiben und managen. Was sich früher aufgrund der fehlenden Automatisierung und Tools auf einzelne Serverinstanzen fokussiert hat, lässt sich heute fast ins Unendliche entwickeln. Geclusterte Server? Load Balancing? Ganze Windows Infrastrukturen mit AD, Exchange und Fileserver, über VPN angebunden, und dies auf Knopfdruck?

Die Reise von Hosted Cloud Services und somit von virtuellen Infrastrukturen als Service steckt noch in den Kinderschuhen. Nicht zuletzt deshalb sehen Analysten wie Gartner ein grosses Wachstum bei Cloud Computing über die nächsten Jahre. In den nächsten paar Wochen werden wir uns in diesem Blog etwas tiefer um das Thema "Virtualisierung" kümmern (Hypervisor vs. Containervirtualisierung, SSD) und uns an einen Vergleich zwischen kommerziellen Produkten wie Onapp und co. und opensourcebasierten Cloud Management Lösungen (Openstack und Cloudstack) wagen.

Last modified onMittwoch, 01 April 2015 17:53
Michael Dudli

Cloud Specialist with more than 10 years experience in the Hosting Business.

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